Im zweiten Spiel des neuen Jahres begrüßten die Seahawks die Mannschaft aus Bonn, die gestern schon gegen Lokalrivalen Baltic Storms 11:6 die ersten 3 Punkte des Auswärtswochenendes einfahren konnten.

Durchaus motiviert aber mit Respekt durch die Vorerfahrungen der letzten Saisons starteten die Hausherren ins erste Drittel, holten sich die erste Führung nach knapp 5. Minuten durch einen schicken Konter und sorgten für ein erstes Ausrufezeichen. Bonn hielt sich jedoch mit viel Ballbesitz in Gettorfs Hälfte, konnte zum Ausgleich und 1:2-Treffer einlochen, nur um im Anschluss wieder den Ausgleich zu kassieren. Bis zum Ende des ersten Drittels schwappte das Spiel ergebnistechnisch immer ein wenig hin und her, bevor sich beide Teams mit einem Zwischenstand von 3:4 aus Gettorfer Sicht in die Pause trennten.
Der Spielstand zeigte durchaus vertretbar die Tagesleistung, Bonn mit mehr Zug zum Tor aber Gettorf mit mehr Effizienz in den Kontern.

Auch das zweite Drittel sorgte noch dafür, dass die Spannung aufrecht erhalten wurde, Bonn zwar mit 3. Toren mehr zur Pause (6:9) aber dennoch nicht überragend weit weggelaufen, auch weil Gettorf immer wieder gute Nadelstiche setzen konnte und Fehler der Bonner gut bestrafte. Von außen konnte der geübte Zuschauer zwar schon die ersten Kommunikationsschwierigkeiten der Gettorfer erkennen, die jedoch noch vom Goalie durch ein paar sehr schick anzusehende Paraden entschärft wurden. Bonn spielte sich langsam besser zusammen, es wirkte aber noch so, dass man hier gut was reißen könnte.

Noch. Denn im letzten Drittel ging auf einer Seite fast gar nichts mehr und dafür bei den Gästen fast alles. Wer in den Saisonmaganer schaut, ist fast gelangweilt von der Aufreihung der Bonner Tore alle 1-3Minuten. Gettorf versuchte noch nach vorne zu arbeiten, doch Kommunikation und Kondition reichten nicht mehr für konzentriert zuende gespielte Konter bzw für das Quäntchen Glück im Abschluss. Bonn schraubte ununterbrochen auf 6:16hoch, bevor die Hausherren nochmal 2gute Minuten zeigten, in denen das Toreschießen wieder leicht aussah. Nach 57 Minuten machten aber die jetzt erzielten 2 Tore auch keinen nennbaren Unterschied mehr, zumal Bonn sich auch nochmal belohnte und zum 8:18 erhöhte.

Fazit: 35-40Minuten gut mitgespielt, im letzten Drittel aber zu hoch untergegangen. Glückwunsch an Bonn an dieser Stelle, die Seahawks müssen sich nach dieser 20-minütigen Demontage aber dringend wieder an den eigenen Haaren aus dem Sumpf des Tabellenkellers ziehen.


Gettorf Seahawks:

[T] Owen Galloway Hoffman-Anderson, Sven Löffler, Maria Kapteina (0:1), Luca Vogel (2:2), Leon Werner (2:0), Marten Hems (1:0), Mattia Bohnet (1:0), Tim Vogel (0:1), Georg Christian Käber (1:0), [C] Jonas Hansen (1:0), Yannik Sydow (0:1), Jacques Bewarder

Lukas Fleischhauer