Am Sonntag waren auch unsere Damen auf dem Großfeld unterwegs. Die SG mit den Baltic Storms spielte in Hamburg zuerst gegen die Nordic Wildcats, eine SG aus dem Schenefelder/Elmshorner Raum und im Anschluss gegen TV Eiche Horn Bremen. Trotz einiger kurzfristiger Spielerabsagen konnte man mit ausreichend großem Kader von 11 Feldspielerinnen und 2 Goalies an den Start gehen.

Das erste Spiel startete wie erwartet mit einem dominanten Auftreten der Deerns, die von Anfang an das Spiel unter Kontrolle hatten und auch nicht mehr hergeben wollten. Nach guten 6 Minuten war es Elisabeth Hörning, die einen Abschluss im Nachsetzen über die Linie stocherte, weitere 8 Minuten später verewigte sich dann auch Lena Lizczenski auf dem Spielberichtsbogen nach Hereingabe von hinter dem Tor, die glücklich durch die Beine der Torhüterin in den Slot durchrutschen konnte.
So war der Zwischenstand von 2:0 zwar niedrig, gemessen an der Zahl der Abschlüsse, ging aber doch durchaus in Ordnung, wenn man auch die gute Arbeit in der eigenen Verteidigung berücksichtigt.
Im zweiten Drittel geschah laut Spielberichtsbogen gar nichts, doch das wollen wir mal nicht so stehen lassen. Immer noch mit viel Ballbesitz und guten Kontern war immer wieder Gefahr auf dem Tor der Wildcats, während in der eigenen Hälfte weiterhin Zement angerührt wurde und kein Durchkommen war. Dennoch wollen wir an dieser Stelle kein Lob für die gegnerische Torhüterin unterdrücken, die den Gegner in dieser Phase definitiv im Spiel hielt mit einigen sehr starken Paraden und so dafür sorgte, dass es mit dem 2:0 auch in die zweite Drittelpause ging.
Das letzte Drittel lief ähnlich wie das zweite, die Kraftverhältsnisse waren geklärt aber eine Führung mit nur zwei Toren ist schnell gedreht, es blieb also spannend. Eine 2-minütige Zeitstrafe gegen die Wildcats und das daraus entstehende Powerplay brachten die Erlösung für die Förde Deerns, denn Johanna Winkler schloss lehrbuchmäßig vom linken Shooter in den Winkel und sorgte somit für einen anschaulichen letzten Treffer der Partie. 

 

Eine gute Stunde später sollte dann die nächste Partie gegen Bremen losgehen, die Deerns nutzten die Pause um sich etwas zu stärken, ein bisschen Kraft zu tanken und dann einigermaßen fit wieder zum zweiten Sieg des Tages zu ziehen. So zumindest der Plan. Doch schon beim Betreten der Halle sah man, dass Bremen heute in guter Form aufgelaufen war, hatten sie doch mit lediglich 8 Feldspielerinnen und ohne Coach an der Seitenlinie bereits Titelaspirant ETV Hamburg ins 4:4 nach Verlängerung gezwungen. Ein Alleingang konnte es also schonmal definitiv nicht werden.
Es entwickelte sich ein zu erwartendes Spiel, Bremen tief in eigener Hälfte, die Deerns mit viel Ballbesitz aber wenig Mitteln, durch das enge Verteidigungsnetz der Bremerinnen durchzuschlüpfen. Trotzdem ging das Team vom Kanal mit 1:0 in Führung, nur um kurz danach ausgekontert zu werden und mit 1:1 in die Pause zu gehen. Bereits jetzt merkte man die Doppelbelastung in einigen Situationen, die Bremen gnadenlos mit Doppelpässen auskonterte.
Gerne würden wir wieder von einem "ereignislosen" zweiten Drittel berichten, doch leider war das bei Bremen nicht der Fall. Immer mehr Bälle wurden im Aufbau verloren, Konter gefangen und damit auch insgesamt 3 Gegentore eingesteckt. Die Bremerinnen verstanden es in diesem Spielabschnitt extrem gut, die eigene Hälfte sicher zu halten und auf Fehlpässe zu lauern, während weder Spielern noch Trainern auf der Förde Deerns-Seite so richtig schlaue Ideen einfielen, den Abwehrriegel knacken zu können. Erschwert wurde das ganze durch Umstellungen in den Blöcken im Hinblick auf den Playoffspieltag, für den das Ergebnis des letzten Spiels bereits völlig unerheblich war.
Das letzte Drittel stand dann nochmal im Fokus des Kampfes. Obwohl Bremen direkt zu Beginn des Drittels auf 1:5 erhöhte, gaben sich unsere Damen nicht auf, ein Tor von Leonie Walczak sorgte scheinbar für den platzenden Knoten, der dann von Liesa Rathje (wieder in verändertem Block) weiter gelockert werden sollte. 3:5, liest sich gut, schließlich sind ja zwei Tore Unterschied gut zu machen. So zumindest der Plan.Denn innerhalb von  19 Sekunden hatte Bremen nochmal richtig Bock auf Konter und zog mit 3:7 davon. Wenngleich das Ergebnis relativ hoch erscheint in dieser Liga, ist es doch der Doppelbelastung für Kopf und Körper und dem nicht mehr zu haltenden Tempo in den Schlussminuten geschuldet, dass hier nicht nochmal drei Punkte eingefahren werden konnten.

 


Somit beenden die Förde Deerns die reguläre Saison auf Platz drei und spielen am kommenden Samstag wieder gegen Bremen in den PlayOffs um den Einzug ins Finale, dann gegen den Sieger aus der Partie ETV Hamburg - Nordic Wildcats in Schenefeld.